Google Ads in 2026: So startest du in nur 30 Minuten
Viele denken, Google Ads ist kompliziert. Zu viele Einstellungen, zu viel Technik, zu viel Risiko, Geld zu verbrennen. Dieser Artikel zeigt dir, dass du in 30 Minuten eine erste Kampagne aufsetzen kannst, die tatsächlich funktioniert. Schritt für Schritt, ohne Vorkenntnisse und ohne unnötigen Umweg.
Warum 2026 ein guter Zeitpunkt ist, um anzufangen
Google hat in den letzten Jahren vieles vereinfacht. Was früher stundenlange Konfiguration erfordert hat, lässt sich heute in wenigen Klicks erledigen. Smarte Gebotsstrategien, automatische Anzeigenerstellung und bessere Empfehlungen im Interface haben die Einstiegshürde deutlich gesenkt.
Das heißt nicht, dass Google Ads einfach ist. Aber es heißt, dass du heute schneller erste Ergebnisse siehst als noch vor drei Jahren. Und wer früh anfängt, Daten zu sammeln, hat einen echten Vorteil gegenüber denen, die noch warten.
Was du vor dem Start brauchst
Bevor du überhaupt das Google Ads Interface öffnest, brauchst du drei Dinge.
Erstens ein Google Konto. Das hast du wahrscheinlich schon. Falls nicht, dauert die Erstellung zwei Minuten.
Zweitens eine klare Vorstellung davon, wen du erreichen willst und was diese Person tun soll, wenn sie auf deine Anzeige klickt. Klingt selbstverständlich, aber viele starten eine Kampagne ohne diese Antwort im Kopf. Das ist der häufigste Grund für verschwendetes Budget.
Drittens eine funktionierende Seite oder Landingpage, auf die du Traffic schicken kannst. Nicht perfekt, aber gut genug, dass jemand versteht, was du anbietest, und eine Möglichkeit hat, sich zu melden oder etwas zu kaufen.
Wenn du das hast, kannst du loslegen.
Schritt 1: Konto anlegen und Ziel festlegen (3 Minuten)
Geh auf ads.google.com und melde dich mit deinem Google Konto an. Bevor du mit richtigen Kampagnen startest ist es wichtig, dass du alle Abrechnungseinstellungen vornimmst und die richtige Adresse hinterlegst, sodass alle Rechnungen richtig ausgestellt werden.
Schritt 2: Die richtigen Keywords finden (15 Minuten)
Keywords sind der Kern von Google Ads. Du entscheidest, bei welchen Suchanfragen deine Anzeige erscheint. Und du zahlst nur, wenn jemand tatsächlich klickt.
Fang klein an. Überlege dir fünf bis zehn Begriffe, nach denen dein idealer Kunde suchen würde. Denke dabei nicht daran, wie du dein Angebot beschreiben würdest, sondern wie dein Kunde sein Problem beschreibt.
Ein IT-Systemhaus, das auf Microsoft 365 spezialisiert ist, sollte also nicht nur auf "Microsoft 365 Partner" bieten, sondern auch auf Begriffe wie "Microsoft 365 einrichten lassen", "Office 365 Migration Hilfe" oder "Teams Rollout Unternehmen". Das sind Suchanfragen mit klarer Kaufabsicht.
Nutze den Google Keyword Planner, der direkt im Ads Interface integriert ist, um Suchvolumen und geschätzte Klickpreise zu sehen. So weißt du, in welchem Budget du dich bewegen wirst.
Ein wichtiger Hinweis zur Keyword-Option: Nutze [Exakt passend] oder "Wortgruppe" als Match Type für den Einstieg. Das bedeutet, deine Anzeige erscheint bei Suchanfragen, die deinen Begriff in sinngemäßer Form enthalten, aber nicht bei vollkommen irrelevanten Anfragen. Broad Match schaltet deine Anzeigen zu weit.
Schritt 3: Anzeigen schreiben, die geklickt werden (7 Minuten)
Google nutzt heute sogenannte Responsive Search Ads. Du gibst bis zu 15 Überschriften und 4 Beschreibungen ein, und Google testet automatisch, welche Kombinationen am besten funktionieren.
Für den Einstieg reichen 5 bis 7 Überschriften und 2 Beschreibungen aus.
Was macht eine gute Überschrift aus? Sie ist konkret, sie spricht ein Problem oder ein Ergebnis an, und sie enthält idealerweise das Keyword, auf das du bietest. Das erhöht die Relevanz und senkt deinen Klickpreis.
Schwach: "IT-Dienstleister aus München".
Stark: "Microsoft 365 Migration in 4 Wochen".
Noch stärker: "Keine IT-Ausfälle mehr dank moderner Cloud-Infrastruktur".
In der Beschreibung hast du mehr Platz. Nutze ihn, um den nächsten Schritt zu erklären.
Was passiert, wenn jemand klickt? Was bekommt er? Warum sollte er das jetzt tun?
Schritt 4: Budget und Gebotsstrategie festlegen (1 Minuten)
Für den Einstieg empfehle ich ein Tagesbudget zwischen 10 und 30 Euro. Das klingt nach wenig, reicht aber aus, um erste Daten zu sammeln und zu verstehen, was funktioniert.
Bei der Gebotsstrategie wählst du für den Anfang "Klicks maximieren" mit einer Obergrenze pro Klick. Das gibt dir Kontrolle über die Ausgaben, während Google versucht, so viele Klicks wie möglich zu erzielen.
Sobald du erste Conversions erfasst hast (ca. 5 bis 10), also Anfragen, wechselst du auf "Conversions maximieren". Dann kann Google gezielt auf die Nutzer bieten, die am wahrscheinlichsten konvertieren. Aber ohne Conversion-Daten funktioniert das nicht. Deshalb erstmal Klicks.
Schritt 5: Conversion Tracking einrichten (Das Wichtigste überhaupt)
Ich setze diesen Punkt absichtlich ans Ende, obwohl er eigentlich am Anfang stehen müsste. Ohne Conversion Tracking weißt du nicht, ob deine Kampagne etwas bringt. Du siehst Klicks, du siehst Ausgaben, aber du weißt nicht, ob daraus Anfragen oder Käufe geworden sind.
Geh in deinem Google Ads Konto auf "Ziele" und richte eine Conversion-Aktion ein. Für die meisten Unternehmen sind das Formularabsendungen und Anrufe.
Für Formularabsendungen erstellst du eine Conversion, die ausgelöst wird, wenn jemand eine Danke-Seite nach dem Formular aufruft. Den dafür nötigen Code-Schnipsel baust du in deine Website ein, oder du nutzt am besten den Google Tag Manager, was die sauberere Lösung ist.
Das dauert je nach technischen Vorkenntnissen zwischen 10 und 30 Minuten. Aber es ist der Schritt, der deine gesamte Optimierung erst möglich macht.
Was nach den ersten zwei Wochen passiert
Du wirst Daten sehen. Manche Keywords performen gut, andere verursachen Klicks ohne Anfragen. Manche Anzeigentexte werden häufiger ausgespielt, andere kaum.
Jetzt fängt die eigentliche Arbeit an. Pausiere Keywords, die Budget verbrauchen ohne Ergebnisse. Schreibe neue Anzeigentexte für die Kombinationen, die gut funktionieren. Schau dir die Suchbegriffe an, bei denen deine Anzeigen erschienen sind, und füge irrelevante Begriffe als negative Keywords hinzu. Das reduziert Streuverluste und senkt deinen durchschnittlichen Klickpreis.
Google Ads ist kein Set-and-Forget System. Aber wer sich einmal pro Woche 30 Minuten Zeit nimmt, um die wichtigsten Stellschrauben zu drehen, wird nach ein bis zwei Monaten merken, dass die Kosten pro Anfrage sinken und die Qualität der Leads steigt.
Was du dir merken solltest
Der häufigste Fehler beim Google Ads Start ist nicht, dass jemand etwas falsch einstellt. Es ist, dass jemand entweder gar nicht startet oder nach einer Woche aufgibt, weil noch keine Ergebnisse sichtbar sind.
Google Ads braucht Daten, um zu lernen. Die ersten zwei bis vier Wochen sind die Lernphase. Danach wird es stabiler und optimierbarer. Wer diese Phase durchhält und gleichzeitig das Tracking richtig eingerichtet hat, ist in einer deutlich besseren Position als die meisten Wettbewerber.
Fang heute an. Klein. Mit einem klaren Ziel. Und mit Tracking.
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