Click-Through Rate (CTR)
Die Click-Through Rate (CTR) gibt an, wie viel Prozent der Personen, die eine Anzeige gesehen haben, auch darauf geklickt haben. Sie ist eine der meistgenutzten Kennzahlen im Online-Marketing und gleichzeitig eine der am häufigsten falsch interpretierten.
Die Formel
CTR = (Klicks ÷ Impressionen) × 100
Beispiel: 1.000 Impressionen, 30 Klicks → CTR = 3 %
Was die CTR wirklich aussagt und was nicht
Hier liegt das größte Missverständnis: Eine hohe CTR ist kein Erfolg. Sie ist ein Signal.
Eine Anzeige kann eine CTR von 8% haben und trotzdem wertlos sein. Das kann passieren, wenn die falschen Personen klicken und niemand konvertiert. Umgekehrt kann eine CTR von 1,5% bei perfekt qualifiziertem Traffic zu exzellenten Ergebnissen führen.
Die CTR misst die Relevanz und Attraktivität einer Botschaft für eine bestimmte Zielgruppe. Mehr nicht. Erst im Zusammenspiel mit CVR und Cost-per-Lead entscheidet sich, ob sie ein gutes Zeichen ist.
Typische Benchmarks
Benchmarks sind Orientierung, keine Ziele. Deswegen variieren diese stark nach Branche, Kampagnentyp und Wettbewerb:
- Google Search Ads (B2B): 3-8% gelten als solide, 10% sind ideal
- Google Display Ads: 0,1-0,5% sind normal
- Meta Ads: 1-3% sollten erzielt werden
Was die CTR beeinflusst
Im Search-Kontext sind es vor allem drei Faktoren:
Relevanz zwischen Keyword, Anzeigentext und Suchintention.
Wer nach „Google Ads Agentur für IT-Unternehmen" sucht und genau das in der Headline liest, klickt. Generische Anzeigentexte werden übersprungen.
Die Anzeigenstruktur selbst. Headlines, die eine konkrete Zahl oder ein spezifisches Versprechen enthalten, performen fast immer besser als vage Aussagen. „76 Leads in 90 Tagen für IT-Dienstleister" schlägt „Ihr Google Ads Partner".
Ad Extensions / Assets. Sitelinks, Callouts, Telefonnummer und Bewertungen vergrößern die visuelle Fläche der Anzeige und erhöhen die Klickwahrscheinlichkeit, besonders ganz oben auf dem ersten Platz.
CTR und Quality Score
Google bewertet die erwartete CTR als einen der drei Hauptfaktoren im Quality Score. Eine höhere CTR signalisiert Google, dass die Anzeige relevant ist, was zu besseren Anzeigenpositionen bei gleichzeitig niedrigeren CPCs führt. CTR-Optimierung hat also einen direkten Einfluss auf die Effizienz des gesamten Budgeteinsatzes.
