Attribution bezeichnet die Regel, nach der Google Ads entscheidet, welchem Touchpoint eine Conversion zugerechnet wird. Da die meisten Nutzer vor einer Conversion mehrere Anzeigen sehen und mehrere Klicks tätigen, ist die Frage super entscheidend: Welcher Kontaktpunkt hat die Entscheidung wirklich ausgelöst?
Das grundlegende Problem
Ein Nutzer klickt montags auf eine Brand-Anzeige, kommt mittwochs über eine generische Suchanfrage zurück und konvertiert freitags nach einem direkten Besuch. Welche Kampagne bekommt die Conversion gutgeschrieben?
Die wichtigsten Attributionsmodelle
Last Click: Die gesamte Conversion wird dem letzten Klick zugerechnet. Lange der Standard, mittlerweile überholt, weil frühe Touchpoints systematisch unterbewertet werden.
First Click: Der erste Klick bekommt die gesamte Gutschrift, überschätzt allerdings Awareness und unterschätzt alles danach.
Linear: Alle Touchpoints werden gleichgewichtig bewertet. Klingt fair, aber wenig präzise.
Position Based: 40 % für den ersten, 40 % für den letzten Klick, 20 % verteilt auf alle dazwischen.
Datengetriebene Attribution (Data-Driven): Google verteilt die Gutschrift algorithmisch auf Basis tatsächlicher Conversion-Pfade im Account. Empfohlen ab ausreichend Conversion-Volumen und in der Regel der präziseste Ansatz.
Warum das Modell die Kampagnenoptimierung direkt beeinflusst
Smart Bidding optimiert auf Basis der zugerechneten Conversions. Wer Last Click verwendet, wird unbewusst Kampagnen abwerten, die wichtige frühe Touchpoints liefern und sie kürzen oder pausieren, obwohl sie zum Gesamtergebnis beitragen. Die Wahl des richtigen Attributionsmodells ist daher essenziell.
Cross-Channel-Limitation
Google Ads Attribution erfasst nur Touchpoints innerhalb von Google. Ein LinkedIn-Post oder eine organische Suche, die vor dem Google-Klick stattfanden, sind unsichtbar. Das Gesamtbild liefert nur ein übergreifendes Analytics-Tool wie GA4 mit Multi-Channel-Funnels.